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Köhlerwald


Der Köhlerwald im Norden der Toskana, ein Kastanienwald, hat mich schon in frühester Kinderheit angezogen und erschreckt. Damals gab es noch einige wenige echte Köhler, die russverschmiert vor ihren rauchenden Holziglus saßen, heute sind nur noch vereinzelt schwarze Kohlekreise und die märchenhaften alten Kastanien zu finden.

Regelmäßig werden erschreckend große Teile des Waldes von den Waldbauern fast kahlgeschlagen, nur alle 7m bleibt ein Baum, der die Besamung in seinem Umkreis garantiert. Dieses nachwachsende Holz ergibt zarte dichte Wälder aus geraden Stangen und gilt als hartes Bauholz. Seine eigentlichen Früchte jedoch, die Esskastanien, werden nur noch von den alten Bäumen produziert, deren Haine geschont, säuberlich gepflegt und geerntet werden.

Die Serie habe ich begonnen, als mir nach einer extremen Rodung der Wald ganz verloren vorkam. Eigentlich wollte ich diese Grausamkeit festhalten und entdeckte die Schönheit der Holzstapel und die Zartheit der neu entstehenden Wälder.