In meiner Familie war die Fotografie fast spielerisch Teil des Lebens. Ich selber war nicht selten Gegenstand der Bilder meiner fotografierenden Mutter, die von der Architektur geprägt war und meines Geschichten erzählenden Vaters. Bis ich selber zur Fotografin wurde, brauchte es allerdings einige Umwege und Umbrüche. Entwickelt hat sich daraus ein sehr starkes Gefühl für die Beziehung der Dinge im Raum und der erzählerische Bezug dieser Dinge und Räume zu mir selbst.

In meinen Projekten versuche ich nicht zu inszenieren, sondern auf das Vorhandene persönlich zu reagieren. Dabei freue ich mich besonders, wenn es mir gelingt Altbekanntem ein unerwartetes Aussehen zu geben. Ich liebe die s/w Fotografie, treffe aber immer wieder neu die Entscheidungen für unterschiedliche Medien (analog, digital, Video) und Formate.

Müsste ich mich festlegen, würde ich von einer erzählerisch-poetischen Fotografie mit einem Blick für Struktur sprechen. Menschen erscheinen selten, aber man spürt ihre Anwesenheit oder versteht intuitiv, warum sie bewusst ausgeschlossen sind, denn es geht weniger um sie selber als um ihre Räume, Zwischenräume. Städte, Landschaften, Lebensräume, aber auch um Profile und Momentaufnahmen, in denen sie dann wieder die tragende Rolle spielen.

Meine Konzepte entstehen meist erst beim Arbeiten oder hinterher, durch die Auswahl der Bilder. Jeder Prozess in der Fotografie ist von gleicher Bedeutung. Das Fotografieren ebenso wie die Auswahl und Zusammenstellung der Bilder, sowie die Entscheidung für die Art und Weise der Präsentation, die Wahl des Papiers und der Größe, und auch der Platz, an dem sie sich darstellen. Die schönste Form der Präsentation von Bildern ist für mich das Buch.


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